Altes verarbeiten oder Neues erfinden?

09. Mai 2010

Zwei Richtungen streiten sich schon lange – sollten wir Altes verarbeiten oder lieber Neues erfinden?

Für die Aufarbeitung stehen verschiedene bekannte Schulen und Denkstile. Das zentrale Thema ist meistens die Analyse des Vergangenen. Das dahinterstehende Modell geht in der Regel vom Ursache-Wirkungs-Prinzip aus. Einfach gesagt, alle gegenwärtigen Probleme beruhen letztlich auf problematische Situationen und Erlebnissen der Vergangenheit. Diese wurden nicht gut verarbeitet. Eventuell sind wir auch nicht richtig gereift. Die Schritte sind oft, bewusst machen, Analyse und Definition des Problems, besprechen, nachreifen und dann Heilung.  Stellen wir uns ein Stück Land vor. Die Oberfläche ist verödet (die Symptome). Darunter laufen verborgene Schichten in der Erde, die die Verödung verursachen. Die müssen erforscht werden. Dadurch sollen sich sich schon verändern.

Demgegenüber steht die Neuerfindung. Wir haben ein Problem – und was wollen wir stattdessen haben. Und schon lassen wir das Problem hinter uns. Jetzt wird nur noch über das Neue nachgedacht. Das Denkmodell ist vielleicht vergleichbar mit einem Stück Sand. In dem Sand sind noch alte Spuren – das Problem. Man denkt nicht darüber nach, wie kommen die Spuren dahin, sondern schnappt sich eine Harke und zieht die neuen gewünschten Spuren.

Welches Modell hat Recht?

Argumente bringen Anhänger beider Modelle. Dazu gibt es viele faszinierende Forschungsergebnisse. Z.B. passen zum analytischen Modell die Bahnungseffekte bei depressiven Menschen. Sind Menschen längere Zeit in depressiven Phasen gewesen, sind die Reaktionsmuster auf auslösenden im Gehirn in biochemischer Weise abgespeichert. Die Synapsen reagieren noch Jahre später sofort auf Auslöser in der gelernten Weise. Die entstehenden Spuren “im Gehirnsand” müssen deshalb immer wieder überschrieben werden.

Für die Neuerfindung gibt es Experimente, die zeigen wie schnell Menschen physiologische Veränderungen des Körpers erfahren, wenn sie sich gedanklich in eine andere Situation versetzen oder hypnotisch versetzen lassen. Ein anderes gutes Beispiel ist für mich Voodoozauber. Würden die Menschen es nicht glauben, würden sie nicht sterben. Ein klassischer Fall ist der eines Mannes, der zum Freitag Feierabend versehentlich in einer Kühlkammer eingeschlossen wurde. Er dachte, er müsste den Erfrierungstod sterben. Musste er auch. Wie sollte er es bis Montag schaffen können? Also fand man ihn am Montag erfroren. Das Merkwürdige war, die Kühlkammer war nicht eingeschaltet.

Möglicherweise gibt es oft ein sowohl als auch. Wir können uns durch unsere Gedanken beeinflussen, werden aber durch unsere Physiologie in gewisser Weise determiniert. Jeder trägt die Prädisposition für bestimmte Krankheiten in sich. Ob es dahin kommt, hängt stark von unserer Verarbeitung ab.

Die Verarbeitung kann jeder optimieren. Dafür gibt es Therapie und Coaching, in Abhängigkeit des Kontextes und der Schwierigkeiten.

Ihr Fritz Horsthemke

Mit Coaching reifen, um gut zu führen

25. April 2010

Orientierung und Sicherheit durch Führung zwischen Tyrannei und Laisser-faire

DIES IST EIN LANGER ARTIKEL UND NUR GEEIGNET FÜR LESER, NICHT FÜR GUCKER!!!!

LESEN ALSO AUF EIGENE GEFAHR!


Orientierung und Sicherheit durch Führung zwischen Tyrannei und Laisser-faire

In Coachings ist Führung oft ein Thema. Die Ausübung der „richtigen“ Führung mit  Klarheit, Orientierung, Fairness und der passenden Abwägung von Forderung und Förderung.

Es zeigt sich immer wieder, Führung ist in der Mehrzahl der Coachingfälle eher eine Haltung zum Thema Führen als eine Frage der richtigen Führungstechniken.

Verbunden mit Führung ist der Anspruch anderen zu sagen, „wo es lang gehen soll“. Genau damit haben viele Führungskräfte Schwierigkeiten. Aus Gründen der Vereinfachung und Verdeutlichung wird das Thema anhand zwei entgegen gesetzter Ausprägungen erläutert.

Auf der einen Seite stehen die Führungskräfte, die sich im Grunde genommen verweigern ihre Führungsrolle anzunehmen und auf der anderen Seite stehen die tyrannischen, sich auslebende Führungskräfte.

Nichtführende Führungskräfte

Die sich verweigernden, nicht-führenden Führungskräfte hätten es am liebsten, ihre Mitarbeiter würden sich die erforderlichen Anforderungen gedanklich und selbständig erarbeiten und dann dementsprechend umsetzen. Diese Führungskräfte haben in vielen Fällen eine hohe Werteorientierung und ebenso hohen Qualitätsanspruch an die Arbeit und setzen sich sehr für ihre Mitarbeiter ein. Wenn ihre Mitarbeiter die Anforderungen nicht selbständig erfüllen und trotz Bitten und Hinweisen sich selbständig andere Prioritäten setzen als die gewünschten, sind sie häufig enttäuscht. Dies ist umso verwunderlicher, da die Führungskräfte gerade Autonomie und die Würde der Menschen betonen.

Und genauso verhalten sich dann auch die Mitarbeiter. Die Führungskraft reagiert oft mit weiteren Bitten, Hinweisen und Hilfsangeboten. Wenn es nicht fruchtet, macht sie die Arbeit selbst oder unterstützt den Mitarbeiter über die Massen, damit die Arbeit endlich erledigt wird. Nach einigen Malen kann es sein, dass der Führungskraft dann die Hutschnur reißt und sie die Mitarbeiter zusammenstaucht. Die Führungskraft ist mittlerweile oft zutiefst enttäuscht, weil die Mitarbeiter so ignorant sind und sich so wenig engagieren.

Die Personen aus der Umgebung sind verwundert, wie diese höfliche und hilfsbereite Führungskraft so die Fassung verlieren konnte. Wenn es einige Male vorgekommen ist, wird es zum Gespräch kommen. Am Ende eines längeren Weges schaut man z.B. nach einem Coach, der doch diese Führungskraft bitte schön wiederum auf den richtigen Pfad der Führung zurückbringen soll, da die Leistungen ja hervorragend sind.

Das Thema der Führungskraft ist oft ein Konflikt mit der Vorstellung, dass Führung für die Mitarbeiter etwas Gutes sein könnte, weil es Sicherheit und Orientierung gibt. Führung hält den Mitarbeitern gedanklich den Rücken frei. Jegliche gedankliche und gefühlsmäßige Verarbeitungsleistung kostet Menschen Energie. Wird dies zum Teil von der Führungskraft übernommen, die klare Ziele und die Richtung festlegt, Kompetenzen und Abgrenzungen regelt, haben Mitarbeiter Freiräume für ihre Aufgaben und Ideen. Dies mag auf den ersten Blick widersprüchlich klingen, dass jemand durch Begrenzungen Freiräume bekommt. Je offener etwas wird, desto mehr muss sich jeder mit dieser Offenheit beschäftigen, um sie letztlich wieder einzugrenzen. Durch die Eingrenzung entsteht Klarheit. Energie wird frei, die wieder für die täglichen Aufgaben zur Verfügung steht.

Tyrannische Führungskraft

Der andere Pol  ist die Führungskraft, die zu sehr regelt und kontrolliert. Wenn sie sich darin auslebt, anderen alles vorzuschreiben, wird sie auf diese Art zum Tyrannen oder Oberkontrolleur. An dieser Stelle wird die Begrenzung wiederum übertrieben. Die Mitarbeiter werden quasi lückenlos überwacht, ihnen werden jegliche Entscheidungen abgenommen und die Selbständigkeit abtrainiert. Es wird zuviel geführt und bei Themen, wo keine Führung notwendig ist. Diese Führungskraft hat kein Problem damit überhaupt zu führen, sondern eher damit Kontrolle wieder abzugeben, Vertrauen zu schenken oder anderen auch Erfolge zu gönnen.

Ursachen

In beiden Fällen ist die Frage interessant, warum ist das so? Psychologen sehen die Gründe hierfür in der Lerngeschichte der Person. Eine der wichtigsten Lernepisoden liegt in der Kindheit.  Dies kann auch für die beiden Fälle eine Erklärungsmöglichkeit sein. Es gibt sicher auch noch andere, die hier nicht besprochen werden.

Mit Kindheit verbinden wir die typische Konstellation Vater, Mutter und Kind. In dieser Konstellation lernen wir viele Einstellungen, Haltungen und Verhaltensmuster für unser Leben. Später kommen weitere Bezugspersonen dazu, bei denen wir Wiederholungen des Erlebten erfahren oder Alternativen kennen lernen. Der Unterschied zur ersten Konstellation ist jedoch, wir können uns im Laufe unseres Lebens immer bewusster damit aus einander setzen. In den ersten Jahren ist die bewusste Auseinandersetzung gar nicht möglich. Das bedeutet, die beobachteten Haltungen, Einstellung und Verhaltensmuster werden einfach unreflektiert übernommen oder abgelehnt. Sie sind in der Regel im Unbewussten gespeichert und haben dort so lange ein überragende Wirkung, wie sie unbewusst bleiben. Deshalb wissen wir später oft gar nicht mehr, warum vieles in unserem Leben ist wie es ist. Das heißt nicht, dass wir uns nicht mehr entwickeln können, sondern wir haben bestimmte Einstellungen, die wir uns nur mit großem Aufwand bewusst machen können. Was hat das nun mit Führung zu tun?

Die erste erlebte Führung ist in der Familie durch Vater und Mutter. Vielfach ist der Vater das Oberhaupt der Familie gewesen. Wir nehmen als Kinder einfache Signale wahr wie Größe, Tiefe der Stimme, Lautstärke, Entscheidungen, Gewaltausübung, Streit zwischen den Eltern, wem gehört das Auto, für wessen Anerkennung muss man sich anstrengen, sparsame Zuwendung, ausgesprochene kritische Bemerkungen usw. Vereinfacht sind hier Führungssignale erkennbar in Form von Ressourcenbesitz, Bewertungen, Forderungen, Bestrafungen, Belobigungen und Vorrechten. Dies erlebte Führungsverhalten ist die erste Orientierung für das eigene spätere Führungsverhalten einerseits. Andererseits wurden wir als Kinder auch geführt.

  • Und, fühlten wir uns gut geführt?
  • Haben wir etwas erreicht?
  • Hat sich Leistung gelohnt?
  • Wurden wir dafür mit Zuwendung oder Materiellem oder vielleicht gar nicht belohnt?
  • Wurden wir unabhängig von Leistung geliebt und als Kind unserer Eltern angenommen?

Diese Erlebnisse versuchen Menschen zu wiederholen, um unbefriedigende Episoden endlich aufzulösen oder weil wir es nachahmen. Beispielsweise versuchen wir wieder mit Leistungen Belohnungen zu bekommen anstatt unabhängig von unserer Leistung Zuwendung zu erhalten, weil wir das Kind unserer Eltern sind. Bekamen wir stets bedingungslose Zuwendung und Wertschätzung, können wir dies später auch anderen Menschen gegenüber leichter zeigen.

Dieses Lernen durch geliebte und ungeliebte Vorbilder ist die häufigste Art, wie menschliches Verhalten erlernt wird. Training funktioniert übrigens genau so. Bloß fehlt bei Trainern in der Regel die emotionale Bindung zum Teilnehmer. Deshalb funktionieren Trainings meistens nur zur Wissensvermittlung, aber eine Verhaltensübernahme erfolgt selten.

Die sich verweigernde Führungskraft lehnt Führung oft als etwas Tyrannisches ab, weil sie sich eventuell damals mit dem unterlegenen Elternteil solidarisiert hat. Wenn dies die Mutter war, kann es als Mann fatal sein. Ihm fehlt hierdurch oft ein akzeptiertes, männliches Rollenvorbild. Wie sollte sich derjenige als Mann verhalten, schon gar als Führungskraft? Eventuell wiederholt er erfolglos das Verhalten der Mutter, die stets versucht hat moralisch und mit Bitten und Hilfeleistungen andere zur Mitarbeit zu bewegen. Und wenn dies nicht funktioniert, wiederholt er ebenso die Enttäuschung. Bei manchen kommt dann noch das unbewusst abgeschaute, aggressive Verhalten des Vaters hinzu. So wird die Führungskraft in Anlehnung an den Vater nach einigen erfolglosen Bitten böse und staucht ihre Mitarbeiter zusammen.

Hat sie mit dem Verhalten Erfolg im Unternehmen, steigt sie immer weiter auf und ihr Verhalten verfestigt sich. Dies geht solange gut, bis die Führungskraft selbst etwas ändern möchte oder mittlerweile wegen ihrer cholerischen Anfälle fast untragbar wird. Diese Führungskraft steckt in einer Rolle, in der sie sich nicht wohl fühlt. Viele kennen aus Seminaren genügend alternative Verhaltensweisen und Führungstechniken, können sie jedoch nicht umsetzen, weil sie eigentlich noch in einer Reinszenierung der Kindheit stecken und keine wirkliche Lösung finden.

Das Modell der Reinszenierung beschreibt die Wiederholung von Situationen und immer gleichen Verhaltensmustern aus der Vergangenheit mit der Absicht eine Lösung für die damalige Szene zu finden. Das Wort Lösen und Lösung deutet auch auf erlösen, sich auflösen und von etwas lösen hin. Die Lösung liegt zumindest teilweise in der emotionalen Versöhnung mit der eigenen Geschichte.

Die tyrannische Führungskraft spielt vielleicht die Rolle des überlegenen Elternteiles nach, der nie in seine Grenzen gewiesen wurde oder sie exerziert das gegenteilige Verhalten als Befreiuung. Möglicherweise fühlt sich derjenige nicht genügend anerkannt und unzureichend als Mensch. Deswegen kann er nie genug Anerkennung bekommen und hat einen „ungestillten“ Anreiz hiernach. Die eine wirklich wichtige emotionale Anerkennung eines Elternteiles oder beider fehlt immer noch.

Die vorgestellten Erklärungsversuche sind auf keinen Fall als lineare Prozesse zu verstehen in dem Sinne, wenn sich die Führungskraft weich verhält, dass dann der Vater hart gewesen ist. Dies sind herausgegriffene Möglichkeiten. Es lässt sich jedoch behaupten, Probleme eine Führungsrolle einzunehmen lassen sich immer zum Teil auf erlebte Verhaltensweisen in der Familie zurückführen und hat größtenteils mit dem Verhalten des Vaters in unserer Gesellschaft zu tun. Egal, ob dieser nun tyrannisch, weich oder angemessen war. Es kann allerdings auch von dem Kind eine Fehlinterpretation eines damaligen Schlüsselerlebnisses vorliegen, was die Eltern ganz anders erlebt haben.

Lösung

Durch die Prägungen der Kindheit wird Führung in vielen Fällen zu einer inneren Haltungsfrage, egal in welche Richtung die Führungsrolle gelebt wird. Führung kann dementsprechend dann besser werden, wenn es Menschen gelingt kindliche Ursachen für eine nicht „förderliche, kindliche“ Führung zu erkennen und zu einem erwachsenen Verhalten zu kommen. Dafür ist es manchmal notwendig eine Aussöhnung mit bestimmten Bereichen und Lebensepisoden zu erreichen. Die rein rationale Erkenntnis reicht in vielen Fällen nicht aus, wenn die emotionale Entwicklung noch nicht vollzogen ist.

Eine gute Haltung zu Führung kann bedeuten, Führung als etwas Sinnvolles und Gutes für die Mitarbeiter sehen zu können und davon überzeugt zu sein.

Coaching kann dabei unterstützen, quasi von außen das eigene Verhalten zu reflektieren. Wenn dabei erwachsene und kindliche Muster erkannt werden, ist es möglich dies in Abhängigkeit von der Bearbeitungsfähigkeit im Coaching allein oder zusätzlich mit psychologischer Unterstützung zu verändern. Da Coaching nicht Therapie ist, hängt es im Einzelfall von der jeweiligen Person und ihrer Lebensgeschichte ab.

Verhaltensweisen und Haltungen sind oft unter rationalisierten Argumentationen versteckt und sind deshalb sogar der Person selbst verborgen. Für eine Lösung kann es gut sein sie aufzudecken. Coaching wird in vielen Fällen als rationales Gespräch geführt. Mit rationalen und intellektuell geprägten Menschen können die Veränderungen hierdurch langwierig oder unmöglich sein. Deshalb sind nicht-rationale Vorgehensweisen eine sinnvolle Ergänzung. Die Arbeit mit Pferden ist beispielsweise eine gute Möglichkeit zur Selbsterfahrung und Aufdeckung. Mit dieser Methodik kann das Verhalten der Führungskraft und die innewohnende Thematik unmittelbar deutlich werden. Ist es eine Führungskraft, die sich scheut Führung zu übernehmen, oder eine die zuviel führt? Bei der Interaktion mit Pferden gelingt es reflektierten Führungskräften sofort ihr eigenes Verhalten klar einzuordnen und Wiederholungen zu erkennen. Die Thematik fehlender Akzeptanz durch die Mitarbeiter oder Rückzug und Verweigerung der Mitarbeiter wiederholt sich im Verhalten der Pferde. Ebenso zeigt sich offensichtlich, ob die Führungskraft in der Lage ist und bereit einem anderen Lebewesen Respekt und Zuwendung zu zeigen oder betrachtet es das Pferd als Erfüllungsgehilfen für sein Ego. Besser als im reinen Coaching können Verhaltensalternativen probiert werden. Sind sie erfolgreich, verändern sich oft auch schneller die dahinter stehenden Haltungen, weshalb es den Führungskräften eher gelingt ihren Mitarbeitern gegenüber ihr Verhalten zu ändern.

Die Kombination von Coaching und Selbsterfahrung kann ein guter Weg sein, Führungskräften eine Nachreifung und damit die Lösung von hinderlichen Haltungen zu ermöglichen. Wenn die Führungskraft eine positive und selbstlose Haltung zu Führung erreicht, kann sie Mitarbeiter gut und mit innerer Überzeugung gut führen.

Ihr Fritz Horsthemke

Sind wir wirklich das Produkt unserer Gedanken???

09. April 2010

Ereignisse – 4546Dieser Blog beschäftigt sich vor allem mit Haltungsfragen im Coaching und Leben. Und ich denke oft über dieses Thema zwischen Verzweiflung und Glück nach. Dies ist auch eine Frage an den Konstruktivismus. Wer glaubt es denn wirklich, dass wir von unseren Gedanken abhängig sind bzw. gestalten unser Gedanken unser Leben? So völlig meine ich.

Angenommen es geht ihnen schlecht, die Arbeit ist weg, sie können die alltäglichen Belastungen nicht mehr schultern, die Reserven sind auch weg und ihr Lebensplan ist nicht mehr umzusetzen. Dafür gibt es Verpflichtungen, die sie erfüllen müssen z.B. Unterhaltsleistungen. Was machen sie dann? So tun als ob, es wird schon … ist doch gar kein Problem??? Weiterlesen »

Lieber neue Autofelgen als Coaching

08. April 2010

Ich denke, Menschen geben eher Geld aus für neue, schicke Autofelgen als für Ihren Kopf, Ihren Erfolg, Ihre Psyche. Ein Satz Felgen kostet gut das 4-fache wie eine Coachingstunde für Selbstzahler. Das ist interessant. Wer kennt die Gründe?

16.04Ich wage mich mal an die Analyse. Es geht wahrscheinlich um sichtbare, materielle Effekte und kurzfristige Erfolge und die Bekanntheit der Folgen. Bei Autofelgen ist sowohl der Preis als auch das Ergebnis klar. Ausserdem symbolisieren sie Erfolg, Geschmack und Status. Darüber hinaus werden sie einige Jahre am Auto bleiben.

Coaching steht eher für Reparatur, vergleichbar mit Therapie. Viele wissen nicht, was es bringen soll. Und wer weiss wie schnell sich die Erfolge einstellen werden. Ausserdem es geht doch, man lebt schließlich, warum sollte ich mich mit dem Thema beschäftigen. Andere machen das auch nicht. Weiterlesen »

Ist ein Telefoncoaching vergleichbar mit einem normalen Coaching?

29. März 2010

Für viele ein Sakrileg – Coaching am Telefon. Oh Gott, das geht doch gar nicht. Wieso?

Foto am 29-03-2010 um 16.51Coaching ist eine Unterstützung Themen zu reflektieren, Entscheidungen zu treffen, Ideen zu kreieren und sich zu hinterfragen. Dies geht im Gespräch von Angesicht zu Angesicht oder eben über das Telefon. Inhaltlich gibt es keine Unterschiede.

Im Präsenzcoaching können wir uns sehen. Dies wird häufig als Vorteil gesehen und als Nachteil für das Telefoncoaching betrachtet. So wird angemerkt, „… es fehle der ganzheitliche Eindruck…“. Es stimmt Gestik und Mimik werden nicht visuell wahrgenommen. Dies wird von vielen als Informationsverlust betrachtet. Wie man es nimmt.

Die Frage ist, welche Informationen gehen denn damit verloren? Weiterlesen »

Damit wird man/frau bestimmt erfolgreich, ohderrrr?

19. März 2010

Warum eigentlich immer so akademisch coachen. Hier gibt es ein einfach(es), tolles Coachingangebot. Wirklich spitzenmässig, absolute Superklasse.

Es gibt auch etwas zum Anschauen.

Und wenn man gleich dabei ist, kann man gleich auch noch Produkte testen.

Bin neugierig auf Testberichte.

Ihr Fritz Horsthemke

Wie Reflektieren?

15. März 2010

Und haben Sie sich Ihre Ergebnisse schon angeschaut? Wie funktioniert es bei Ihnen über Ihre Fortschritte zu reflektieren? Ich mache es wie folgt:

  1. Betrachten, was hat sich geändert? -> Erste Erfolge, wenn sich überhaupt etwas ändert.
  2. Was hat sich schon mal in die richtige Richtung bewegt? -> Sehr gut, davon brauchen Sie mehr. Wiederholen Sie es.
  3. Wie haben Sie das gemacht, dass es sich in die richtige Richtung bewegt hat? Können Sie das variieren, um Ihre Wirkung zu verbessern? Geht es grösser, schneller, langsamer, bunter, leiser usw. Variieren Sie es mal systematisch, wenn Ihnen der Ursache-Wirkungszusammenhang noch nicht klar ist.
  4. Haben Sie nur wenig Energie dafür gebraucht? Das wäre gut. Wenn es noch zuviel Energie kostet, weil es ungewohnt ist, anstrengend oder anders, versuchen Sie es mal mit weniger. Oft geht es um Gewohnheiten, die kann man auch langsam ändern. Am besten bauen Sie es langsam, aber kontinuierlich Woche für Woche aus.
  1. Lassen Sie auch Misserfolge zu. Das gehört zum Lernen dazu.
  2. Betrachten Sie ab und zu Ihre Fortschritte in Ihrem Plan. Ist es noch die richtige Richtung. Denken Sie an die Fahrschule. Ein paar Fahrstunden braucht man schon bis zum Führerschein.

Ihr Fritz Horsthemke

Kann man online coachen?

11. März 2010

Geht das online jemanden coachen? Die meisten tun sich trotz web 2.0 schwer an moderne Formen der Kommunikation zu glauben. Wer Lust hat, kann mal ein Onlinecoaching verfolgen.

Ihr Fritz Horsthemke

Glück. Widerstände

09. März 2010

Wie geht es weiter? Sie haben Ihre Ziele definiert und Massnahmen abgeleitet. Und jetzt kommen Sie ins Tun. Sie reflektieren regelmässig oder unregelmässig Ihre Fortschritte. Dann tauchen die ersten Hindernisse auf:

  • Andere geben Feedback wie “… du bist so anders und machst jetzt …”
  • Vielleicht beschweren sich einige, dass Sie nicht mehr so viel mit Ihnen machen.
  • Vieles fühlt sich ungewohnt an, weil Sie Gewohnheiten ändern.
  • Sie erleben Unsicherheiten, weil nicht alles sofort wunschgemäss funktioniert.

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Glück – Sollzustand, Ziele erreichen

02. März 2010

Nach der Analyse haben Sie den Sollzustand Ihres Glücks definiert. Klare Ziele lassen sich einfacher erreichen. Ich habe mir früher meine Ziele mit Skizzen abends vor dem Schlafen in meinen Planer geschrieben. Damit habe ich einiges vorweg genommen, was ich heute im Coaching mache. Stellen Sie sich folgende Fragen und schreiben Sie sich die Antworten auf:

  • Wie wird es sein, das Ziel zu erreichen z.B. soziale Kontakte zu reaktivieren?
  • Wie werden die Personen sein?
  • Was werden Sie tun mit den anderen?
  • Wie lange werden Sie zusammen sein?
  • Woran werden Sie merken, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben?
  • Wie könnte ein Aussenstehender feststellen, dass Sie wieder gute Kontakte haben?
  • Was wäre dann anders?
  • Wie werden Sie auf dem Weg dahin feststellen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind?
  • Was könnte der erste Schritt sein? Weiterlesen »